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MUSENKÜSSE

Egal ab Schreiberling oder nicht, welchem kreativen Hobby wir uns auch hingeben, irgendwann wird jeder von der Muse geküsst. So geht es doch uns allen.

Tja, und in meinem Fall war es, noch gar nicht lange her, so:

Ich war auf dem Weg ins Kaffeehaus, um mir eine gute Dosis Koffein und eine noch bessere Freizeit und Stille zu gönnen. Und die Gelegenheit wirklich produktiv an meinem neuen Projekt zu arbeiten. Nun, weit kam ich nicht, aber das war rückblickend betrachtet nicht sonderlich schlimm. Denn plötzlich trat er mir in den Weg, ohne, dass ich ihn zuvor bemerkt hatte, ohne, dass ich gesehen hatte woher er kam, und er war der schönste Mensch den ich je gesehen hatte! Vorausgesetzt er war ein Mensch, und kein Vampir. Aber die gab es ja eigentlich gar nicht, obwohl ich mir dessen nicht immer ganz sicher war...

Auf jeden Fall tat es seiner ungebrochenen Schönheit keinen Abbruch, dass er mir eine schallende Ohrfeige verpasste, meiner berauscht-belämmerten Unvoreingenommenheit ihm gegenüber allerdings schon.

„He, sind sie verrückt geworden?!“ Ich hielt mir die vermeintlich brennende Wange, aber da war nichts. Meine Gedanken und Empfindungen überschlugen sich. Eigentlich müsste ich nach diesem Angriff die Striemen seiner Finger auf meiner Haut glühen fühlen, aber meinem Gesicht ging es gut. Perplex starrte ich den jungen Mann an, der mich um gut zwanzig Zentimeter überragte. Seine freundlichen, intelligent schimmernden Augen waren von undefinierbarer Farbe, so als müsse man die Grundnuance einer filigranen Seifenblase bestimmen. Es war schlichtweg unmöglich.

„Terve, Schriftstellerin.“ Seine wohlgeformten, zart getönten und doch intensiv betonten Lippen bewegten sich als sie ein vertrautes Lächeln umspielte und ein zarter Wind mir seine Worte entgegen trug. Dass der eigenartige Kerl mich auf Suomi grüßte irritierte mich zugegeben, aber ich halte mich für eine aufgeschlossene Frau, und ich weiß, dass selbst der Ur-Wiener seine Wurzeln in einem Land jenseits der Grenzen Österreichs hatte. Das war schon immer so, und vermutlich würde es auch immer so sein. Die Erde ist für alle da.

„Und sie sind WER?“, fragte ich etwas ungehalten, immerhin hatte mir der Irre gerade grundlos eine Geknallt, auch wenn er hübsch war, und es nicht weh getan hatte. Außerdem hielt er mich vom Schreiben ab, Knackarsch hin oder her.

Er lächelte amüsiert, wenn auch ein bisschen ungläubig. „Willst du mir jetzt erzählen, dass du beleidigt bist wegen der plötzlichen Heftigkeit? Wir machen das doch IMMER so.“

Wer wir?, fragte der zynische Kritiker in mir augenblicklich. Die Finnen? Die hübschen Männer mit unumstößlichen Selbstbewusstsein der ganzen Welt?

„Nicht das.“ Er deutete ein geduldiges Kopfschütteln an als könne er meine Gedanken lesen. „Du und ich.“

Unwillkürlich zog ich die Augenbrauen hoch und starrte ihn an. „Du und ich? Wir beide? Ich kenne sie gar nicht! Selbst, wenn ich mir das vielleicht manchmal wünschte.“, setzte ich dann noch murmelnd hinzu.Er lachte hell, hatte jedes einzelne Wort verstanden. „Okay Mary, ich mach's dir einfach. Vielleicht bist du heute einfach blinder als sonst.“Blind? Ich kam mir eigentlich selten blind vor, es sei denn ich hatte meine Kontaktlinsen verschlampt. In diesem Falle war der kleinste Maulwurf ein Adler gegen mich.

„Wir kennen uns schon sehr lange Mary, deshalb bin ich nicht gekränkt. Und ich bin auch nicht nachtragend.“ sprach er weiter und lächelte mich an als wären wir tatsächlich alte Bekannte. „Ich bin deine Muse.“

Nächsten Mittwoch geht's genau an dieser Stelle weiter!

22.4.17 17:57
 
Letzte Einträge: 29 Ein wahr gewordener Traum, 30 Wie hältst du Träume fest?, Servus ihr Lieben!, Wie versprochen..., Harry Potter und ich


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