Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren
 


 
Freunde
   
    pascale1974

    sommerkind21
   
    tagebuch-einer-liebenden

    wahrheitstraeumerin
   
    anderswo.ist.nirgendwo

    - mehr Freunde


Letztes Feedback
   7.03.17 10:08
    Schwule Vampire? Klingt
   17.03.17 15:03
    Hallo Maryvkelly :),
   17.03.17 15:05
    * hier nochmal der Link:
   17.03.17 15:08
    So alle guten Dinge sind
   13.04.17 02:46
   


http://myblog.de/maryvkelly

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
HALBZEIT! So, und das feiern wir gleich mit einer Frage für's Herz...

15 Mit welcher Figur aus welchem Buch erträumst du ein Date?

Das wäre dann wohl Rhett Butler aus „Vom Winde verweht“. Seufz!

Nein, ich bin noch nicht sooooo alt, aber ich mag alte Geschichten. Ich weiß nicht, ob wir beide es tatsächlich bis zu einem Date geschafft hätten, aber wenn wir uns zufällig in einem Restaurant begegnet wären, wäre das möglicherweise so abgelaufen...

„Guten Tag Miss Kelly, ich bin erfreut sie zu sehen.“

„Schönen guten Tag Mister Butler. Ich bin mir noch nicht sicher, ob die Freude auch auf meiner Seite ist. Eigentlich wollte ich hier mit einer Freundin zu Mittag essen.“, antwortete sie betont zurückhaltend und sehr damenhaft. Noch.

Er lächelte und sah ihr dabei zu, wie sie die weißen Spitzenhandschuhe abstreifte. „Sie haben noch viel Zeit zum Nachdenken, der Tag ist ja noch jung. Aber... Was macht denn die Vogelscheuche auf ihrem Kopf?“, erkundigte er sich mit gespieltem Erstaunen.

„Oh, Mister Butler, falls sie so etwas noch niemals in ihrem Leben gesehen haben, werde ich ihnen ein wenig helfen: das ist ein Hut.“ Sie lächelte und ihre hellen Augen blitzten. „Eine Vogelscheuche ist so etwas wie die Begleitung, mit der man sie gestern die Parklane entlang flanieren sah. Welche Wette haben sie denn verloren, um sich den Abend mit ihr vertreiben zu müssen?“

Rhett Butler lachte offen und absolut nicht irritiert. Es war ihm egal was andere von ihm dachten. „Für die Tochter des Henkers sind sie ziemlich vorlaut, Miss Kelly.“, stellte er beinahe fasziniert von dieser ungewöhnlichen Dame fest.

„Unfug!“ Sie machte eine energische Kopfbewegung und der eindrucksvolle Hut wippte beängstigend. „Mein Vater ist angesehen. Er hat einen beachtlichen Besitz. Und noch beachtlicheren Einfluss.“ Mary lächelte und klimperte mit den langen schwarzen Wimpern.

Rhett Butler erwiderte ihr Lächeln vergnügt. „Das ist allerdings wahr.“ Das Mädchen hatte ein gesundes Selbstvertrauen, das musste man ihr lassen. Und sie hatte recht. Es gab viele Menschen denen es schlechter ging als der Familie des Henkers. SEHR viele. Rhett Butler störte sich nicht an der unterschiedlichen Herkunft der Menschen. Er zählte sich selbst auch nicht unbedingt zu den herausragenden Ehrenmännern der Stadt. Von Ehre hatte man nichts. Sie brachte kein Vergnügen, wärmte im kalten Winter nicht, und machte nicht satt. War also genau betrachtet unnütz. Fröhlich nahm er sie wieder ins Visier. „Hören sie, Miss Kelly, ich muss ohnehin ein Hühnchen mit ihnen rupfen. Wie kommen sie eigentlich auf die Idee den hiesigen Schneider mit unnötigen Aufträgen in Beschlag zu nehmen? Er sagte mir er hätte keine Zeit meine Weste zu ändern, weil er jede Minute bräuchte für ihr... Was war das noch gleich?“

Mary sah ihn ein paar Sekunden mit leicht erhobenem Kinn an und ließ ihn zappeln. Sie genoss seine leichte Rüge, gepaart mit beinahe charmanter, männlicher Neugierde. Schließlich erbarmte sie sich seiner und sprach doch: „Mister Butler, ein neues Kleid für Samhain ist NIE unnötig. Suchen sie sich eben einen anderen Schneider, wenn jener in der Stadt gerade emsig an MEINEM Kleid näht.“

„Das will ich nicht, er ist der BESTE.“

Mary grinste triumphierend. „Ich weiß.“

„Meine Liebe, jemand sollte ihnen einmal gehörig den Hintern versohlen!“

„Oh, das dürften nur venezianische Priester, wenn überhaupt.“, antwortete Mary gelassen und fächelte sich Luft zu.

Rhett Butler ließ sich ungefragt am Tisch der jungen Dame nieder und fasste sie genauer ins Auge. Sie war eine Kratzbürste. Doch darüber hinaus unendlich entzückend und undurchschaubar. Und gerade diese Komposition machte sie so überaus interessant.

Mary V. Kellys Blick verfinsterte sich, als er sich auf den Mann an ihrem Tisch legte. Auch ihr war die Etikette nicht ganz fremd. Obwohl sie sich selbst auch nur daran hielt, wenn es ihr gerade in den Kram passte. „Es geziemt sich nicht, sich einfach an den Tisch einer Dame zu setzen.“, rügte sie ihren plötzlichen Tischherren leicht verstimmt.

„Mir ist egal was sich geziemt und was nicht.“ Rhett Butler winkte mit einer galanten Geste der Bedienung. „Sie haben mir meinen Schneider gestohlen.“

„Hören sie“ Mary ließ den Fächer sinken und lehnte sich diplomatisch ihrem neuen Sitznachbarn entgegen. „mein Korsett bringt mich um. Und das verstimmt mich ein WENIG. Also seien sie so lieb und verschwinden sie, damit ich in Ruhe mit meiner Freundin speisen kann, wenn sie kommt.“

„Das kann ich nicht.“

„Wieso nicht?“ Sie starrte ihn mit entrüsteter Verblüffung an. Dieser Kerl würde sich doch nicht quer stellen? Trotz ihrer Freundlichkeit!

„Weil ich gerade ein Menü mit geradezu unverschämt viel Wein für uns bestellt habe. Und es wäre unhöflich sie hier ganz alleine beim Essen sitzen zu lassen.“ Er schenkte ihr ein siegessicheres Lächeln, und ließ ihr Zeit angestrengt zu überlegen.

„Wein?" Sie nagte an ihrer Unterlippe. "Rot oder weiß?“

„Rubinrot.“

„Sie sagten...viel?“

„Unverschämt viel.“

„Na gut.“ Mary V. Kelly seufzte gefügig, als hätte das Universum die Entscheidung getroffen und ihr nicht die geringste Wahl gelassen.

Rhett Butler grinste, weil er seinen Willen bekam, holte Streichhölzer aus der Tasche und zündete die Kerzen am Tisch an.

„Mister Butler, es ist heiß genug!“ Der filigrane Fächer geriet wieder in Bewegung.

„Es kann nie heiß genug sein, Miss Mary. Niemals.“, schnurrte der Gentleman mit unbeeindruckter Ruhe und einem schelmischen Glanz in den dunklen Augen.

„Sie haben doch keine Ahnung von Korsetts.“

„Weniger als ich mir wünsche, da muss ich ihnen zustimmen.“ Sein Lächeln war fein und unanständig, und es passte ihm hervorragend!

Das Essen und der Wein wurden gebracht, und Mary fragte sich ob ihr enges Mieder überhaupt noch Platz dafür ließ.

„Trotzdem“ erkundigte sich Rhett weiter, das Besteck bereits in der Hand „ein EXTRA Kleid für Samhain? Ist das nicht ein bisschen übertrieben? Oder haben sie zufällig irisches Blut in ihren Adern, Miss Mary?“

„Nicht, dass ich wüsste.“ Mary kostete die gegrillte Hühnerbrust und war begeistert. „Aber ich liebe U2!“

„U – was?“

„Ach, vergessen sie's.“ Mary winkte großmütig ab. Sie kaute mit vollen Backen und angelte nach ihrem Glas, welches dunkel schimmernden Rotwein beinhaltete, um die glasierten Möhren hinunter zu spülen. „Aber ich kann einen recht anständigen Guinnes-Eintopf mit Hochlandrind zusammen panschen.“

Rhett grinste verdächtig und angetan zugleich. „Oh, eine Frau die Fleisch mag.“, stellte er erfreut fest.

„Ja, sehr sogar.“ Mary grinste. „Aber die Rinder mögen MICH nicht besonders.“

Rhett Butler lachte und schenkte ihr Wein nach. Randvoll. „Dann kann ich mir den Traum von ihnen und mir auf einer Ranch wohl aus dem Kopf schlagen.“, stellte er schmunzelnd fest. „Es sei denn das Vieh ändert seine Meinung. Essen sie das Hühnchen noch?“

„Das kann ich mir nur schwer vorstellen, Mr. Rhett. Und nehmen sie die Finger von MEINEM Hühnchen!“, warnte sie ihn und drohte mit der erhobenen Gabel. Und wenn man ein Mann mit Erfahrung wie Rhett Butler war, dann wusste man spätestens jetzt, dass mit diesem wilden Mädchen nicht zu scherzen war. Vor allem nicht, wenn es um Geflügel ging.

Er lächelte zart. „Keine Sorge, behalten sie ihr Fleisch. Es schadet ihnen ohnehin nicht.“ Er hob sein Glas, prostete ihr zu und trank genussvoll. Als er wieder absetzte, legte sich seine Aufmerksamkeit sofort wieder auf sein weibliches Gegenüber, und dessen ansehnliches Dekolleté. „Miss Mary, sie erlauben mir doch sicher noch eine Bemerkung zu ihrer aktuellen Garderobe: Was tragen sie heute für ein ENTZÜCKENDES Kleid! Aber ich bin neugierig: haben sie dafür eine Leiche gefleddert? Es aus einem Grab geraubt?“ Seine braunen Augen funkelten vor gespanntem Vergnügen.

Mary lächelte ruhig, schürzte die rot geschminkten Lippen zu einem gehauchten Kuss und blinzelte ihm unschuldig zu. „Ja Mr. Rhett. Aus ihrem.“

Er lachte laut auf. Dass sich einige Gäste des Lokals nach ihm umdrehten, kümmerte ihn nicht. Welch ein Spaß musste es sein diesen Wildfang zu zähmen! Oder es zumindest zu versuchen. Amüsiert schenkte er abermals Wein nach, lehnte sich seiner reizenden Tischdame entgegen und fing ihren Blick für sich ein. „Also sie Teufelsweib, wie sieht's aus? Wollen sie am Sonnabend mit meiner Kutsche zum See fahren?“

„Oh ja, ich mag die Kutsche mit den weißen Pferden sehr gerne, sie Mistkerl. Allerdings weiß ich noch nicht, ob ich Lust darauf habe sie AUCH zum See mitzunehmen... Außerdem schulden sie mir noch ein gegrilltes Hühnchen, als Entschädigung für ihre Frechheiten.“

„Und sie schulden mir einen Schneider der was taugt, und Zeit für mich und meine Weste hat.“

Mary schenkte ihm ein Lächeln, und wie auch immer Rhett Butler es deuten mochte, des einen konnte er sich sicher sein: es würde ein denkwürdig vergnüglicher Tag am See werden...

Hm, eigentlich wollte ich bloß ein paar Zeilen zu diesem Thema schreiben, aber wie's aussieht haben Mister Butler und ich uns EINIGES zu sagen.

Danke für's Lesen, macht's gut und Adieu – Miss Kelly

#wirsindtraumfaenger

15.3.17 18:41
 
Letzte Einträge: 25 Mit wem willst du am liebsten träumen?, 26 Wer liegt auf deinen SuB (Stapel ungelesener Bücher) ganz oben?, 29 Ein wahr gewordener Traum, 30 Wie hältst du Träume fest?, Servus ihr Lieben!, MUSENKÜSSE


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung