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Harry Potter und ich

Ich muss gestehen, ich war nie sonderlich erpicht darauf Harry Potter zu lesen. Als der Hype um diesen einmaligen Jungen begann, war ich gerade dabei die Jungs aus meiner Nachbarschaft zu verzaubern, also lagen meine Prioritäten irgendwie anders. Außerdem arbeitete ich an meinem ersten Roman (stümperhaft aber doch und es war groooooßartig!).

Also, Harry und ich kamen einander zwei Jahrzehnte nicht in die Quere, und doch wusste ich, dass irgendwann der Tag kommen würde, an dem ich mich mit dem Liebling der breiten Masse auseinandersetzen musste. Denn das Thema interessierte mich ja, ohne Frage. (Von klein auf passionierter Bibi Blocksberg Fan )

Dieser besondere Moment kam schneller als gedacht (ich hatte mir in etwa 2046 vorgestellt, oder so...), da ich nämlich für Annika Bühnemanns WOW-Kurs den ersten Harry Potter lesen sollte. Gut, schön, mach ich. Ich war zwar nicht sonderlich begeistert von der Idee ein „Kinderbuch“ lesen zu müssen, aber was soll's, ich bin halt eine brave Schülerin. Außerdem hatte ich ja den Auftrag bloß Band Eins zu lesen, konnte den Krempel also recht bald wieder weglegen und mich Historischen Romanen und Zombiethrillern zuwenden.

HA, DENKSTE!

Ich weiß, denen die Harry Potter kennen, erzähl ich jetzt bestimmt nichts Neues, aber mich überraschte es tatsächlich SEHR. Es war wunderbar! Ich MUSSTE die anderen Bücher einfach lesen, so faszinierend, vergnüglich und fesselnd sind sie!

Aktuell bin ich gerade am Ende von „Heiligtümer des Todes“ und freu mich schon brennend auf den achten Band, der Anfang des Jahres erschienen ist. (Außerdem bastel ich ein Harry Potter Armband, das ich dann wie einen Talisman immer bei mir tragen kann... hüstel )

Also, meine Lieben, für alle die Harrys Geschichte noch nicht gelesen haben: ich empfehle sie wärmstens, und für alle anderen:

Macht's gut und Adieu – Mary V. Kelly

10.5.17 18:31


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Wie versprochen...

Mir blieb der Mund offen stehen. Und ich hoffte auch diese kleine Unattraktivität würde er mir verzeihen. Tat er. Mehr noch. Er streckte die schöne Hand aus und drückte meine Kinnlade behutsam wieder nach oben. Geräuschlos trafen meine Zähne wieder aufeinander und ich schluckte perplex.

„So siehst du also aus.“, gelang es mit schließlich nach ein paar Augenblicken des stillen Staunens mit Bewunderung und einem Quentchen Genugtuung in der Stimme festzustellen.

Er lächelte. „Ich sehe nicht immer gleich aus, Mary.“

Verflixt! Daran hätte ich eigentlich denken können! „Natürlich.“, murmelte ich ein bisschen beschämt. „Ich glaub ich brauch jetzt eine Zigarette.“ Ich begann in meiner Tasche zu kramen und fand das gewünschte um mich zu beruhigen.

„Du rauchst nicht.“ Er nahm mir die noch unversehrte Zigarette aus dem Mund.

„Und du?“, kam es mir ein bisschen patzig über die Lippen. Woher wollte ER das denn wissen? Vielleicht hatte ich gerade vor mit dem Rauchen anzufangen, weil... Weil mein süßer Gianni mich hasste und mich schnitt! Weil er sich einfach nicht mehr meldete! Weil ihm Gott wichtiger war als ICH! Verflucht nochmal, sogar in Gedanken hörte sich das furchtbar an!

Meine Muse sah mich sanft aus aktuell hellgrünen Augen an. „Man fängt nicht zu Rauchen an, bloß, weil der Priester seines Herzens einen vernachlässigt. Schon gar nicht du tust einen derartigen Unfug.“

„Ah! Geh auf der Stelle raus aus meinem Kopf!“ Wieso konnte dieser Knilch meine Gedanken lesen? Ich wich erschrocken zwei Schritte zurück, aber sein sympathisches Lachen klang dennoch in meinen Ohren.

„Aber ich bin doch längst drin. Und ohne mich...“

„...wär da nichts?“, vervollständigte ich verdrießlich aber dennoch mit herausforderndem Grummeln. „Gähnende Leere?“ Sah er tatsächlich ein bisschen ertappt aus? Natürlich, es hätte mich nicht gewundert, wenn selbst meine Muse ein gewisses Maß an überlegener Arroganz an den Tag legte.

„So habe ich das nicht gesagt.“, stellte er schließlich diplomatisch fest.

„Ja, ja, schon gut.“ Ich grabschte nach der Zigarette, aber Sexy behielt sie für sich.

„Vergiss es, Mary. Ich bin nicht scharf darauf, dass du beim Schreiben einschläfst und eine herabgefallene Zigarettenkippe ALLES zunichte macht, was du und ich in den letzten Jahrzehnten Zustande gebracht haben.“

Meine Hand zuckte augenblicklich zurück. So wie's aussah wusste er auch, dass ich Feuer hasste. Nein, ich hatte wirklich panische Angst davor. Und ich vertraute den neuen Speichermedien nicht unbedingt blind. Aber was sollte ich tun? Meine Geschichten in Stein meißeln? Kurz dachte ich tatsächlich an Keilschrift, verwarf den Gedanken aber augenblicklich wieder.

Er lächelte mich an. Sanft, lieb, nachsichtig. Mit diesem wunderschönen Gesicht, das mir so unendlich vertraut vorkam, weil es all jene fiktiven Personen widerspiegelte, die je aus meiner Feder gekrochen sind. „Wen magst du am liebsten?“, musste ich ich unwillkürlich fragen, gerade eine Nuance von Sesso an ihm entdeckend.

„Dich.“

„Nein, ich meine von all den Charakteren die wir uns so zusammengesponnen haben.“ Trotzdem kam ich nicht umhin mir ein geschmeicheltes Lächeln zu erlauben.

„Oh, ich mag sie alle. Die Guten wie die Bösen.“

„Ja, ich irgendwie auch.“, musste ich mir selbst eingestehen. Ich sah in die vielschichtigen Augen meiner Muse und erkannte ganze Welten, in unendlicher Zahl, sicher geborgen darin. Ich blickte in sein wunderschönes Gesicht und erkannte sie alle. Jedes einzelne Wesen das durch die Windungen meines Gehirns und über die Zeilen meiner Notizhefte gewandert war. All jene beeindruckenden und bemerkenswerten Kreaturen die je den Tasten meines Laptops entsprungen waren. Ein Lächeln erhellte mein Gemüt und wärmte mich bis tief in die Seele. Ja, das war mein Weg, hier war ich richtig. Konnte es denn je einen anderen geben?

„Also gut,“ Ich gab mich geschlagen. „lass es uns hinter uns bringen. Wie machen wir das denn eigentlich? Du kommst mit ins Cafè und diktierst mir all die Ideen die dir so einfallen, und ich schreibe sie auf bis mir der Kopf weh tut und die Fingerknöchel bedrohlich knacken...“ Aber meine liebe Muse schüttelte den Kopf.

„Ins Cafè? Diktieren?“ Er lachte abfällig. „Wofür hältst du mich? Ich bin doch nicht dein Nachhilfelehrer! Nein Mary, wir machen das seit Jahr und Tag SO...“

Er fasste nach meiner Hand und zog mich so rasch an sich, dass mir nicht einmal der Gedanke kam mich zu sträuben. Seine kühlen Lippen berührten meine, und spätestens an diesem Punkt wäre all mein Widerstand in sich zusammen gebrochen. Ihn so dicht an mir zu spüren brachte mich völlig durcheinander, ließ meine Knie weich werden, und stolpernd taumelte ich vom Weg weg, kaum noch fähig mich aus eigener Kraft aufrecht zu halten. Zum Glück hatte er mich fest im Griff, aber das hinderte uns nicht daran durch einen Fliederbusch den Abhang hinab zu stürzen, bis wir in einem kleinen Bach landeten. Das Wasser war kalt und ich war augenblicklich durchnässt, aber das war mir egal. Sein Kuss raubte mir die Sinne, und während ich mich seiner Leidenschaft hingab, tauchten neue Ideen vor meinem Inneren Auge auf. Zuerst waren sie noch zart und kaum greifbar, aber sie wurden immer realer, bunter und lebendiger, bis sie mich schließlich mitnahmen, in eine neue, faszinierende Geschichte...

Also, für alle Kreativen da draußen, beherzigt am besten eines:

Sich nicht nur einfach von der Muse küssen lassen, sondern wild mit ihr Rumknutschen!

Ich geh mir jetzt den Flieder aus den Haaren zupfen. Macht's gut und Adieu – Mary V. Kelly

26.4.17 18:20


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